Blood Raw - My Life: The True Testimony
Tracklist:
1. I'm The Truth featuring Big Rube
2. It Feels Good
3. Louie featuring Young Jeezy
4. Almost There featuring Mannie Fresh
5. What's Happening featuring Trina
6. F**k You featuring Slick Pulla
7. Tryin' To Get Home featuring Lyfe Jennings
8. I'm Fly
9. Get Away
10. News Reporter
11. Go Head
12. Still A D Boy
13. I Miss You
Label: CTE/Def Jam
Release: 17. Juni 2008
Nur wenige erinnern sich wohl noch an Blood Raw's Street-Anthem „My Block Burn“ zusammen mit Pastor Troy. Doch dieser Song war es, mit dem sich Blood Raw (damals noch Bloodraw), im Jahr 2004 Aufmerksamkeit verschaffte. Gemanaged wurde der Rapper aus Panama City damals noch von Grandaddy Souf. Das Debütalbum sollte ursprünglich ebenfalls im Jahr 2004 erscheinen, doch es passierte, was heute bei vielen Artists passiert – nichts! Nach diversen Terminänderungen landete Blood Raw schließlich bei Young Jeezy's CTE Label. Von nun an ging es zumindest langsam wieder voran. Der Mr. Florida arbeitete weiter an seinem Debüt. Der ursprüngliche Titel „Everything looks Good ain't Good“ war Geschichte. Von nun an war das Album mit „My Life: The True Testimony“ betitelt.
Und Am 17. Juni war es endlich soweit. Nach Jahren der Geduld steht das Debütalbum von Blood Raw in den Läden. „My Life: The True Testimony“ prangt auf dem Cover. Da Blood Raw mittlerweile ein Teil von Young Jeezy's U.S.D.A ist, erscheint auch sein Album über CTE/DefJam.
Produziert haben neben Drumma Boy, Mannie Fresh,The Runners auch J.U.S.T.I.C.E. League. Das hört sich, ebenso wie die Features mit Young Jeezy, Slick Pulla, Mannie Fresh und Lyfe Jennings sehr gut an. Eine Frage die sich aber schon vor dem hören berechtigterweise stellt: Wieso hat es Mr. Florida hier gerade mal auf 12 Songs geschafft?
Die erste Single des Albums ist der Song „Louie [Bag]“. Der Beat wurde von Midnight Beat produziert und passt auch sehr gut zu Blood Raw. Die Lyrics allerdings stellen eine mittelschwere Katastrophe dar. „The only thing bout me, kid i got swag. The way I count it up and throw it in my louie bag“ Daran kann auch Neu-Mentor Young Jeezy nichts ändern.
Die Beats auf „My Life: The True Testimony“ wirken recht ähnlich. Abwechslung kommt daher wenig auf. Immerhin; Life Jennings schafft es mit seinem Gesang, den Song „Tryin' To Get Home“ durchaus auf zu werten. Der Beste Song auf dem Album dürfte wohl „Go Head“ sein. Und damit scheint Blood Raw auch das Maximum aus sich heraus geholt zu haben. Raptechnisch überzeugt Mr. Florida hier und auch der Beat – wieder von Midnight Beat – überzeugt auf ganzer Linie. Cooler Street-Anthem.
Gegen Ende sorgt „I Miss You“ noch für einen ruhigen Ausklang. Und hat Blood Raw auf dem Rest der LP eher bewiesen, dass er Lyrisch zwischen Nichts und Gar Nichts einfach alles kann, so greift er zumindest auf diesem Song etwas in tiefer in seine Louis Vuitton Tasche...
„My Life: The True Testimony“ ist mit Nichten ein Must-Have der Rapmusik. Flache Lyrics, eintönige Beats und auch raptechnisch scheint sich Blood Raw seit 2004 keinen Schritt weiter entwickelt zu haben. Seine Stimme dürfte auch nicht jedermann Sache sein. Hört er sich doch an, wie Pastor Troy in seinen jungen Jahren. Wirkliche Highlights gibt es keine. Lediglich „Go Head“, „I Miss You“ und, wenn man eineinhalb Augen zudrückt, „Louie“ bleiben im Gedächtnis hängen.
Zwar erwartet man von Blood Raw kein überwältigendes Storytelling aber auch um jetzt noch ein wenig auf der abflachenden Dirty-South Welle mit reiten zu können, ist das einfach zu wenig. Hier besteht an allen Ecken und Enden Verbesserungsbedarf.
Gesamtwertung: 2.2/5.0
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